Projektende mit Signalwirkung

Am 30.06.2026 endet das Projekt „DGDS“ des Fördervereins FöRE e.V. Es hat in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, die Rolle privater Rettungshundestaffeln im Zusammenspiel mit Behörden und in der bayerischen Landespolitik zu stärken. Aus einem technischen Unterstützungsprojekt entwickelte sich eine wesentliche Grundlage für mehr Professionalität, Sichtbarkeit und strukturelle Einbindung.

Aus dem Schatten ins Einsatzgeschehen

Vor 2018 wurden bei Vermisstensuchen überwiegend das Rote Kreuz und bestehende Strukturen der Gefahrenabwehr eingebunden; private Rettungshundestaffeln hatten nur vereinzelt Zugang zu Einsatzlagen. Mit DGDS änderte sich dies: Die beteiligten Staffeln erhielten Zugang zu moderner Digitalfunktechnik, optimierten ihre Einsatzkommunikation und näherten sich etablierten Standards an. Parallel dazu wurden Kriterien geschärft, die sie für Einsätze mit der Polizei qualifizieren. Kooperationsverträge zwischen Polizei und privaten Staffeln waren hierbei ein zentraler Schritt.

Von freizeitgeprägten Gruppen zu einsatzorientierten Einheiten

Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist die deutlich gestiegene Professionalisierung der Hundestaffeln. Aus überwiegend freizeitgeprägten Gruppen wurden einsatzorientierte Einheiten, die heute als verlässliche Partner der Polizei gelten. Trainings, Strukturen und Abläufe wurden konsequent auf reale Einsatzszenarien ausgerichtet. Diese Entwicklung wurde möglich, weil die Ehrenamtlichen bereit waren, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen und ihre Qualifikation weiter auszubauen. „Das ist das schönste Ehrenamt, was ich mir vorstellen kann“, sagt Andreas Kellringer vom Förderverein FöRE e.V. und verweist damit auf die hohe persönliche Motivation, mit der viele Beteiligte das Projekt getragen haben.

Präsenz in der Landespolitik

Im Zuge des Projekts hat sich die Wahrnehmung der Rettungshundestaffeln auch politisch verändert. Ihre Arbeit ist inzwischen im Bayerischen Landtag bekannt; eine Staffel in Niederbayern erhält ein eigenes Budget durch einen Landtagsabgeordneten. Darüber hinaus wird sich der Landtag mit dem flächendeckenden Ausbau des Digitalfunks und der digitalen Alarmierung im ländlichen Raum befassen. Damit ist das Thema langfristig in der politischen Steuerung des Freistaats verankert.

Technik, Recht und Anschlusslösungen

Mit dem Projektende zum 30.06.2026 müssen die im Rahmen von DGDS ausgegebenen Geräte aus rechtlichen Gründen zurückgegeben werden. Das technische Fazit bleibt dennoch positiv: Die Staffeln werden den Digitalfunk weiterhin nutzen – nicht mehr über die Agnet-App, sondern über kostengünstigere Alternativen. In Teilbereichen verfügen sie damit über ein höheres technisches Niveau als andere BOS-Strukturen. Parallel forciert der Freistaat den flächendeckenden Digitalfunkausbau in Bayern, und der Landtag soll regelmäßig über Stand und Funktionsfähigkeit informiert werden. DGDS hat damit den Übergang von einem Pilotprojekt hin zu einer breiteren, regulären Nutzung vorbereitet.

Mehrwert für Projektpartner und Praxis

Auch auf Ebene der Projektbeteiligten zeigt sich ein klarer Mehrwert. FöRE e.V. konnte seinen satzungsgemäßen Auftrag sichtbar umsetzen, Airbus die Praxistauglichkeit seiner Lösungen unter Beweis stellen, und die Hochschule Deggendorf wissenschaftliche Begleitung sowie fachliche Expertise einbringen. Die Rettungshundestaffeln selbst profitieren von erhöhter Professionalität, größerer Sichtbarkeit und klarer verorteter politischer Anerkennung.

Ausblick: Forschung zu Suchleistungen von Hunden

Mit dem formalen Projektabschluss richtet FöRE e.V. den Blick auf zukünftige Themenfelder. Im Fokus steht derzeit die Frage, welche Stoffe Hunde zuverlässig detektieren können und wie das Auffinden von Menschen über Duftstoffe im Detail funktioniert. Technologien wie Geruchsdifferenzierungsmaschinen eröffnen hier ein neues Arbeitsfeld an der Schnittstelle von Praxis und Forschung.

Fazit: Nachhaltige Wirkung über das Projektende hinaus

Für Andreas Kellringer ist DGDS damit nicht nur ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt, sondern ein Ausgangspunkt für eine langfristige Weiterentwicklung – fachlich, politisch und im Ehrenamt.

Hinweis: Text und Bilder dieses Blogartikels wurden mit dem KI-gestützten Redaktions-Programm Neuroflash erstellt.







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